Blogeintrag

Die disruptivsten Technologien des Jahrzehnts

Welche Innovationen werden den Markt beherrschen und die Herzen und Köpfe der Verbraucher und Software-Entwickler in aller Welt erobern?

Februar 04, 2022

8 Minuten lesen

Wir haben die Technologielandschaft des Jahres 2020 und darüber hinaus unter die Lupe genommen und stellen die vielversprechendsten Trends der IT-Branche vor.

Zwar haben wir es bislang versäumt, die coolen Hoverboards vorzubestellen, die Steven Spielberg optimistisch in den Kontext des ach so fernen 2020 platzierte. Doch nichtsdestotrotz ist die heutige Technologie beeindruckend. Egal, ob Sie auf der Angebots- oder Nachfrageseite stehen: Es ist wichtig, nachvollziehen zu können, was die Branche und die globale Unternehmenslandschaft in naher und etwas weiter entfernter Zukunft bewegen wird. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die neuesten Technologietrends, die jede und jeder in 2020 und darüber hinaus auf dem Schirm haben sollte.

Die disruptivsten Technologien des Jahrzehnts

Unsere Auswahl basiert auf ein paar simplen Kriterien:

  • Die Technologie muss disruptiv genug sein, die Konzeptphase erfolgreich hinter sich gelassen und bereits etwas Markttraktion erlangt zu haben
  • Die Technologie muss für einen gewissen Zeitraum ein stetiges Wachstum aufgewiesen haben und das Potenzial besitzen, sich zu einem der Top-Technologietrends der nächsten Jahre zu entwickeln
  • Die Technologie muss anwenderorientiert sein und ihren Nutzern großen Mehrwert bieten

Und damit präsentieren wir Ihnen im Folgenden die unserer Einschätzung nach wichtigsten neuen Technologien im Bereich der Softwareentwicklung, die die IT, wie wir sie kennen, (hoffentlich) bald grundlegend verändern werden.

5G und Konnektivität

Die Verbreitung allgemein zugänglicher 5G-Netzwerke wird für viele Technologien und Anwendungsszenarien, die auf ultraschnelle Internetverbindung mit geringer Latenz angewiesen sind, einen echten Quantensprung darstellen. Große Kommunikationsanbieter in aller Welt haben ihre Bereitschaft zum Einsatz für eine Zukunft in 5G schon seit Langem erklärt. Allerdings wartet die Branche noch immer auf die Zertifizierung zahlreicher Protokolle und verschiedener grundlegender Betriebsmittel – und die wird nicht über Nacht erfolgen, sondern schrittweise über mehrere Jahre.

Die disruptivsten Technologien des Jahrzehnts

Quelle: Digital Trends

Sobald 5G endlich Einzug hält, wird es vielen Innovationsbereichen, die aktuell durch die Restriktionen beschränkt werden, welche ihnen derzeitige Kommunikationshardware und -standards auferlegen, neues Leben einhauchen:

  • Immersive AR/VR-Erlebnisse

Durch die höhere Bandbreite und geringere Latenz von 5G-Netzwerken werden das Streaming digitaler Assets erleichtert und AR/VR-Anwendungen reaktiver und interaktiver.

  • Vernetzte Fahrzeuge

5G-Netzwerke können eine überraschend große Zahl gleichzeitig aktiver Einheiten pro Quadratkilometer unterstützen und bieten damit die ideale Infrastruktur für Flotten selbstfahrender, vernetzter Autos.

  • Smart Venues und Smart Cities

Smart cities speisen mithilfe zahlreicher Sensoren und IoT-Geräte in Echtzeit große Datenmengen in Cloud-Backends und digitale Zwillinge ein. 5G wird sowohl die Dichte als auch die Fähigkeiten solcher Geräte vergrößern.

  • Video-Streaming

Bidirektionales Streaming von hochauflösenden Videos scheint einer der offensichtlichsten Einsatzbereiche für 5G-Netzwerke zu sein. Diese Streams können für Anrufe, remote surveillance and detection, sowie mobile Videoaufnahmen verwendet werden.

  • Drahtloses Breitband

5G birgt das Potenzial, ohne Investitionen in Landinfrastruktur selbst abgelegenste Orte mit schnellem, günstigem Internetzugang zu versorgen.

Digitale Zwillinge

Digitale Zwillinge sind die Grundlage eines innovativen Ansatzes der digitalen Stadtplanung sowie umfangreicher Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Allgemeinen. Durch die Verbindung fortgeschrittener 3-D-Visualisierungstools, IoT, Fernerkundung, Big Data und AR/VR-Technologien erlauben digitale Zwillinge die Erstellung digitaler Kopien von Objekten, Orten und sogar ganzen Städten. Einmal eingerichtet, können Benutzer verschiedene Simulationen durchführen, um zu verfolgen, wie bestimmte Veränderungen sich auf das Original in der physischen Welt auswirken, und können anhand dieser Erkenntnisse fundierte Entscheidungen auf allen Ebenen treffen.

Digitale Zwillinge erfreuen sich als relativ günstige, effektive und skalierbare Simulationstools in vielen Anwendungsbereichen zunehmender Beliebtheit.

Edge Computing

Hardware-Komponenten werden zunehmend schneller und energieeffizienter. Dies versetzt Hersteller in die Lage, die zeitkritischsten Verarbeitungsaufgaben auf Endgeräte zu verschieden, ohne damit Kommunikationsverbindungen und Cloud-Ressourcen zu überlasten. Vernetzte Geräte sind nun leistungsfähig genug , sehr ressourcenintensive Anwendungen wie Ton- und Bildverarbeitung auszuführen oder sogar KI-basierte Entscheidungen zu treffen.

Edge Computing bietet Unternehmen diverse wichtige Vorteile:

  • Hohe Geschwindigkeit, geringe Latenz – extrem schnelle Berechnungen werden in unmittelbarer Nähe zum Datenspeicherort durchgeführt
  • Höhere Sicherheit – Daten müssen nicht länger dauerhaft über ein Netzwerk übertragen werden; es werden nur aussagekräftige Ergebnisse zurückgegeben
  • Vielseitigkeit und Skalierbarkeit – Edge-Geräte können leicht umprogrammiert werden, um verschiedene Funktionen zu erfüllen, und ihre Zahl kann zu relativ geringen Kosten erhöht werden
  • Reduzierte Kosten – Edge Computing erlaubt Unternehmen, die Menge redundanter Daten, die über das Netzwerk übertragen und in der Cloud gespeichert werden, deutlich zu reduzieren

Edge Computing wird ausgiebig bei der Erstellung digitaler Zwillinge, beim Aufbau zuverlässiger, ausfallsicherer Überwachungssysteme, zur Verbesserung der Sicherheit in autonomen Fahrzeugen und in vielen weiteren Bereichen eingesetzt. Die weitere Verkleinerung leistungsstarker SoCs wird dafür sorgen, dass höhere Rechenleistung näher an Benutzer und Daten herangerückt wird.

Stimmaktivierte Lösungen

Sprachassistenten gibt es seit Jahren. Sie haben sich als extrem praktisch und nützlich für den Heim- und Büroalltag sowie selbstverständlich im Auto erwiesen. Cortana, Siri, Google Assistant und Alexa sind die bedeutendsten Vertreter auf dem Markt, doch es gibt verschiedene Implementierungen proprietärer Sprachassistenztechnologien die für einen bestimmten Zweck oder Anwendungsbereich maßgeschneidert wurden.

Die rasche Entwicklung ihrer Kernalgorithmen macht sie intelligenter, schneller und lässt sie zunehmend natürlicher klingen. Und nicht nur Spracherkennungsengines werden besser – auch die damit verbundenen Softwareplattformen bieten zunehmend Integrationsmöglichkeiten für Drittanbieterdienste und ermöglichen Benutzern, mehr über Sprachbefehle und -anfragen zu erledigen.

The next evolutionary steps forDie nächsten Evolutionsschritte für sprachgestützte Lösungen dürften hardwarebeschleunigte Erkennung sowie die Verschiebung von Wörterbüchern und Sprachanalysemodulen auf extrem schnelle und genaue Verarbeitungsgeräte sein, was dem allgemeinen Trend zum Edge Computing für geschäftskritische Berechnungen entspricht.

Mixed Reality (VR+AR)

AR und VR entwickeln sich zu den am schnellsten aufstrebenden Technologien, die den B2B-Markt erobern. Renommierte Hersteller von AR/VR-Geräten arbeiten mit führenden Kollaborationsplattformen zusammen oder entwickeln eigene Tools, die Benutzer beim Arbeiten, Lernen oder der beruflichen Feldschulung unterstützen.

Es hat sich gezeigt, dass AR- und VR-Anwendungen großen Mehrwert für Fernunterstützung und -inspektionen, das Gesundheitswesen, Industriedesign, Architektur und viele weitere Branchen und Berufsfelder bieten. Weitere Fortschritte in diesem Bereich hängen in erster Linie vom Preispunkt hochwertiger Headsets und der Verbesserung ihrer technischen Spezifikationen (z. B. Sichtbereich und Auflösung) ab.

Hyperautomation mit KI/ML

Einfach ausgedrückt ist Hyperautomation die nächste Entwicklungsstufe der robotergesteuerten Prozessautomatisierung, auf die viele Unternehmen bereits seit Jahren setzen. RPA dreht sich darum, den Dokumentenaustausch zu beschleunigen und Verzögerungen im Verarbeitungsprozess mithilfe von Bots und Skripten, die den Dokumentenaustauschfluss des Unternehmens überwachen, zu beseitigen. Allerdings eignet sich RPA nur für recht einfache Routineaufgaben mit gut strukturierten Daten.

Hyperautomation hingegen zielt darauf ab, durch den Einsatz von KI und ML die Grenzen traditioneller RPA zu durchbrechen. Dadurch werden hyperautomatisierte Systeme in die Lage versetzt, weit komplexere Aufgaben ohne menschliche Beteiligung zu bearbeiten und basierend auf Wissen und früheren Erfahrungen anstatt auf Regeln Entscheidungen zu treffen.

Serverlose Architektur und Cloud-Migration

Serverlose Architektur ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen im Bereich der Softwareentwicklung. Ermöglicht durch führende Technologieanbieter wie Amazon und Microsoft gestattet sie Entwicklern, sich ganz auf ihre wesentlichen Ziele zu konzentrieren, ohne sich Gedanken über die Server-Infrastruktur, ihre Konfiguration, die Bereitstellung, Support und Wartung machen zu müssen. Auf serverloser Architektur basierende Anwendungen sind, schnell und skalierbar, können leicht eingesetzt sowie neu eingesetzt werden und weisen häufig nicht die Engpässe von Systemen mit konventionellem Design auf.

Das Aufkommen und die umfassende Verbreitung von serverlosen Anwendungsdesigns sind das direkte Ergebnis eines globalen Trends der Migration von Anwendungen und Datenspeicherung in die Cloud und der Nutzung eines völlig anderen Ansatzes der Einrichtung verteilter Webanwendungen. Ohne jeden Zweifel ist Cloud Computing unsere Zukunft, und ebenso alles andere, das mit dem Cloud-Paradigma zusammenhängt, einschließlich serverlose Architektur und unendlich skalierbarer Speicher.

Multi-Cloud-Strategie

Aufgrund der beeindruckenden Vielfalt vorhandener Cloud-Technologien und -Plattformen gibt es keinen Grund, nur eine zu nutzen. Manche Cloud-Plattformen bieten bessere Speichermöglichkeiten, während andere Entwicklern ausgezeichnete Tools für fortgeschrittene Softwareentwicklung zur Verfügung stellen. Glücklicherweise gibt es eine Möglichkeit, mehrere Clouds gleichzeitig zu nutzen und unterschiedliche Funktionen innerhalb einer Anwendung auf verschiedene Cloud-Dienste zu verteilen.

Mit Multi-Cloud-Konfigurationen steht Anwendern eine breitere Palette an Tools und Diensten aus dem Angebot verschiedener Cloud-Anbieter zur Verfügung. Unternehmen vermeiden zudem die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter und sparen dank der optimierten Verteilung der Rechenlast und Datenströme auf mehrere Cloud-Plattformen Kosten ein. Künftig dürfte Wechsel von Cloud zu Cloud vermutlich von intelligenten, KI-basierten Tools gesteuert werden und nicht mehr von fest codierten Entscheidungen und regelbasierten Richtlinien, wie es derzeit der Fall ist.

Cybersicherheit

Da zunehmend mehr Daten aus sicheren On-Premises-Datenzentren in öffentliche Clouds verschoben werden, gewinnt auch das Thema Sicherheit an Bedeutung. Hardware- und Softwaresicherheit werden für kleine wie große Unternehmen, die in die Cloud wechseln, eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Da sowohl vertrauliche Unternehmensdaten als auch Plattformen wie Twitter, gleichermaßen im Visier von Hackern liegen, wird das Thema End-to-End-Sicherheit so viel Aufmerksamkeit und kritische Prüfung erfahren wie nie zuvor.

Auf Hardwareebene hat eine wachsende Zahl globaler Hersteller von Hardware-Komponenten und Systemen damit begonnen, das Thema Sicherheit auf der niedrigsten Ebene anzugehen; ein Beispiel ist Intel und seine v-Pro-Technologie.

Progressive Web Apps

Erst gab es native Anwendungen. Dann kamen die plattformübergreifenden Anwendungen. Die Zukunft der mobilen Entwicklung könnte in Progressive Web Apps (PWAs) liegen. Diese werden mit dem üblichen Stack aus HTML, CSS und JS erstellt. Das bedeutet, dass sie nicht im Betriebssystem ausgeführt, sondern in einem Browser auf dem Gerät des Benutzers geöffnet werden.

PWAs können direkt auf jedem Gerät installiert werden, womit man offizielle App-Stores umgeht, und unterstützen im Grunde alle Standardfunktionen, die man bei modernen Apps finden kann. Sie können von kundeneigenen Softwareentwicklungsteams anz ohne Kenntnis nativer Mobile-Entwicklung erstellt werden – ein großer Vorteil für Unternehmen, die eine einfach App herausgeben, zu diesem Zweck aber nicht unbedingt einen Mobile-Entwickler anheuern möchten.

Fazit

Die künftigen Technologietrends sind sehr vielfältig, stark miteinander verknüpft – und extrem vielversprechend. Die Cloud wird eine zunehmend wichtige Rolle in puncto globaler Zugänglichkeit von Diensten und Daten spielen, während die lang erwartete Verfügbarkeit von 5G-Superbreitbandnetzen ein neues Kapitel in der Geschichte der IT aufschlagen und die Träume von heute zur Wirklichkeit von morgen werden lassen wird.


Bei Intellias behalten wir die neuesten Technologietrends stets im Auge, um zu garantieren, dass unsere Lösungen zukunftsfähig bleiben und die Technologiestrategie unserer Kunden auf Jahre hinaus klar und deutlich bleibt. Kontaktieren Sie unser Business-Developement-Team, um mehr über unser Unternehmen und unser Leistungsangebot zu erfahren.

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